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Die Unterschiede  der aktuell etwa 5600 Privatschulen in Deutschland sind gewaltig. Während in konfessionellen Schulen Religion und Brauchtum stärker im Alltag integriert sind, fördern Alternativschulen wie Montessori- oder Waldorfschulen Selbständigkeit und freie Entfaltung. An bilingualen und internationalen Schulen wird auf mehreren Sprachen unterrichtet, und in manch einem Internat kommen nur fünf Kinder auf eine Lehrkraft.

Festzuhalten bleibt, dass die stetig wachsende Zahl an Schulen in freier Trägerschaft nicht über einen Kamm geschoren werden darf. Selbstverständlich gibt es Privatschulen, die dem weit verbreiteten Klischee entsprechen und den Kindern der finanziellen Oberschicht in Deutschland eine Sonderbehandlung mit Kleinstklassen und persönlichem Coaching ermöglichen. Aber diese machen nur einen sehr kleinen Anteil der Privatschulen und Internate in Deutschland aus.

Die größte Gruppe unter den Privatschulen sind konfessionelle Schulen der katholischen oder evangelischen Kirche. Über 1200 Privatschulen sind kirchliche Konfessionsschulen. Darüber hinaus kristallisieren sich seit einigen Jahrzehnten neue oder überarbeitete reformpädagogische Bildungskonzepte heraus. Der zunehmende Leistungsdruck bereits auf Grundschüler führt dazu, dass immer stärker nach Alternativen gesucht wird. Schulen ohne Noten mit individueller Aufgabenstellung und selbständiger Arbeitsweise entstehen. Besonders auf dem Vormarsch ist die Montessori-Pädagogik. Vielerorts schießen neue Montessori-Schulen aus dem Boden, die sich bereits nach wenigen Jahren vor Bewerberzahlen nicht mehr retten können. Mittlerweile gibt es in Deutschland bereits weit über 500 Schulen, die nach dem pädagogischen Konzept Maria Montessoris arbeiten. Auch sehr beliebt, wenn auch auf konstanterem und etwas geringerem Level, sind Waldorfschulen. Dazu kommen eine sehr große Anzahl an Schulen in freier Trägerschaft ohne speziellen christlichen oder reformpädagogischen Bezug.

Auch die Höhe des Schulgelds unterscheidet sich stark an den Privatschulen. An manch einer elitären Schule oder Internat zahlen die Eltern monatlich das doppelte Monatsgehalt einer Krankenschwester für den Schulbesuch ihres Kindes. Dagegen gibt es Schulen, die nach dem Solidarprinzip von jeder Familie das erhalten, was sie aufwenden kann und will. 2014 hat in Berlin-Wedding eine 30-Euro-Privatschule aufgemacht. An den meisten Privatschulen rangieren die Gebühren zwischen monatlich 200 und 300 Euro und orientieren sich am Familieneinkommen.

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