So lernt mein Kind spielerisch das 1×1

Schüler lernt das 1x1 rechnen mit dem Abakus

Es hilft nichts: Irgendwann muss jedes Kind das kleine Einmaleins lernen, um sicher und schnell im Kopf rechnen zu können. Und dorthin führt nur ein Weg, nämlich Übung, Übung, Übung. Das Auswendiglernen der 1×1-Zahlenreihen zählt im Allgemeinen nicht gerade zu den Lieblingsaufgaben von Grundschülern. Aber mit diesen Tipps und Tricks geht es wesentlich leichter und kann dabei auch noch richtig Spaß machen:


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1×1-Bewegungsspiele

Kinder im Grundschulalter können sich besser konzentrieren, wenn ihr Bewegungsdrang gestillt ist. Diese Lust auf Bewegung kann wunderbar dafür genutzt werden, Lerninhalte wie das Einmaleins zu üben. Besonders der kinästhetische (bzw. haptische oder motorische) Lerntyp prägt sich Dinge bei Lern-Bewegungs-Spielchen sehr gut ein. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und erhöht deutlich den Spaßfaktor. Die Möglichkeiten dabei sind schier unendlich, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einige Beispiele:
TIPP: Beispielsweise kann ein Hürden- oder Hindernisparcours im Garten aufgebaut werden, dann geht es los: 3×4 ist – hüpf – zwölf usw.
Oder beim Rauf- und Runterspringen von Treppenstufen werden die Zahlenreihen geübt, das Kind geht also zum Beispiel zwei Stufen still hoch, hüpft mit beiden Beinen auf die Dritte und sagt „DREI“, dann wieder zwei Stufen gehen, dann „SECHS“ usw.
Oder einen Ball hin und herwerfen, entweder sagt man dabei gemeinsam eine Zahlenreihe auf („DREI“ – werfen – „SECHS“ – werfen – „NEUN“ usw.), oder der Werfer nennt die Aufgaben, der Fänger das Ergebnis.
Wer Platz und Geduld hat, kann auch mit Straßenkreide ein Zahlenhüpfraster mit den Zahlen von 1 bis 100 in den Hof malen oder mit Klebezetteln auf den Wohnzimmerboden kleben.
Oder ein Pythagorasbrett (oben waagerecht und links senkrecht jeweils die Zahlen von 1 bis 10, dadurch ergibt sich ein Rasterquadrat, Kästchen in der Mitte sind unbeschriftet) auf den Boden malen, dann Steinchen auf das Quadrat werfen, das Ergebnis des Kreuzungskästchens, in dem der Stein landet, muss aufgesagt werden.

1×1-Kartenspiele

Das Einmaleins zu lernen bedeutet vor allem Auswendiglernen. Und dafür eignet sich hervorragend das gute alte Karteikartensystem. Vor allem der visuelle Lerntyp kann sich die Zahlenreihen damit gut und schnell verinnerlichen. Kein Wunder, dass jede Menge Spiele im Spielwarenhandel erhältlich sind, die auf dem Karteikartenprinzip aufbauend das Einmaleins üben lassen – von 1×1-Memory über verschiedene Tabellenlegespiele bis hin zu 1×1-Quartett und 1×1-Domino. Einen zusätzlichen Spaßfaktor bereiten kleine zusätzliche Spielchen mit den Karten, also zum Beispiel das Verstecken der Ergebnis-Karteikarten im Raum. Das Kind soll die Antwort suchen und dann die Aufgabe inklusive Antwort laut sagen.
TIPP: Kartenspiele lassen sich übrigens auch sehr einfach selbst basteln. Die Kinder genießen die gemeinsame Bastelstunde, haben Freude an ihrem selbstgestalteten Spiel und trainieren ganz nebenbei auch noch die Zahlenreihen. Denn bekanntlich prägt sich nichts so gut ein wie etwas selbst Geschriebenes.

1×1-Computerspiele

In Zeiten von Internet, Tablet und Smartphone sind selbstverständlich elektronische Lernspiele bei den Kindern beliebt. Das Angebot an pädagogisch hochwertiger Lern-Software bzw. Lern-Apps ist in Spielwarenhandlungen und in Online-Shops groß. Doch es muss nicht unbedingt Geld ausgegeben werden. Denn es schwirren viele kostenlose Übungsspiele durchs Netz, die mitunter auch sehr ansprechend gestaltet sind.
TIPP: Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass das Kind von der thematischen Rahmenhandlung angesprochen wird – so erhöht sich der Spaß und damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind von sich aus den Lernstoff immer wieder wiederholt.

1×1-Poster

Einmaleins-Tabellen lassen sich ausdrucken, bemalen und in der ganzen Wohnung aufhängen. Neben dem Esstisch, über dem Bett, gegenüber von der Toilette: Je öfter ein Kind einer schön gestalteten 1×1-Tabelle im Alltag begegnet, desto sicherer wird es nebenbei im Umgang mit den Zahlenreihen. Besonders angesprochen wird der visuelle Lerntyp. Man kann ein Poster kaufen, muss es aber nicht. Selbstgestaltete tun es mindestens genauso gut. Bekanntermaßen hilfreich und notwendig beim Lernen ist das wiederholte Aufschreiben.
TIPP: Oft wird das von Natur aus neugierige Kind ganz von alleine immer wieder auf die Poster blicken und eine Malreihe lesen. Wer zusätzlichen Anreiz schaffen will, baut ein kleines Alltagsspielchen drumherum oder lässt die Felder nach einem System nach und nach farbig bemalen.

Gesungenes 1×1

Wer kennt das nicht: Während wir nur mit äußerster Mühe einen kurzen Zeitungsartikel Wort für Wort auswendig lernen könnten, können wir dagegen Liedtexte bereits beim zweiten oder dritten Mal hören – zumindest teilweise – mitsingen. Grund dafür ist der Rhythmus. Wenn etwas im immer gleichen Rhythmus und im Idealfall noch dazu im Reim vorgesagt wird, ist es deutlich leichter eingängig. Hilfreich ist der Takt bei all jenen Stoffen, die automatisiert werden sollen und auf assoziativer Verknüpfung basieren. Besonders dem auditiven Lerntypen fällt es leicht, sich rhythmisierte, geklatschte oder gesungene Zahlenreihen einzuprägen. Wichtig ist dabei, dass der Rhythmus bei jedem Aufsagen immer der gleiche ist. Vielleicht hat Ihr Kind Lust, gemeinsam mit Ihnen einen eigenen kleinen Einmaleins-Rap zu schreiben? Oder Sie dichten eine bekannte Melodie um. Auch hier gilt wieder: Seien Sie kreativ!
TIPP: Im Musikhandel sind bereits einige Einmaleins-Alben mit kindgerechten Liedern in verschiedenen Stilrichtungen erschienen, die schnell ins Ohr gehen. Kinder, die gerne Musik hören und dabei mitsingen, werden vermutlich auch an diesen Liedern ihre Freude haben. Denn Einmaleins-Musik muss keineswegs uncool sein, auch angesagte Stars wie beispielsweise Thomas D von den „Fantastischen Vier“ haben schon Einmaleins-Songs aufgenommen.

Und noch mehr 1×1-Helfer

Ein Klassiker der Mathematik ist der Abakus-Rechenschieber. Mit dem guten, alten Abakus kann man einfach perfekt in Zweier-, Dreier-, Vierer-Schritten usw. zählen. Und dabei sind auch noch die Finger beschäftigt.

Immer wieder 4×3 = 12 ins Heft zu schreiben, ist aber sehr ermüdend. Schöner geht das zum Beispiel über eine hübsch gestaltete abwischbare Tabelle, in die Kinder die Ergebnisse immer wieder neu eintragen können. Diese lässt sich mit selbstklebender Folie selbst gestalten, ist aber auch bereits fertig im Buchhandel erhältlich.

Ein altes Lernspiel, mit dem bereits Generationen von Kindern gearbeitet haben, sind die so genannten LÜK-Kästen. Für Rechenaufgaben und speziell Einmaleins-Aufgaben sind sie besonders gut geeignet.

Längst nicht nur Einmaleins-Aufgaben stellt ein raffinierter Taschenrechner namens „Little Professor“. Das handliche Gerät sieht aus wie ein Taschenrechner, ist aber ein mit elektronischen Karteikarten vergleichbares Lerntool.

Das 1×1 im Schlaf lernen? Die CD „Im Schlaf das kleine 1×1 lernen“ verspricht das. Per Audio-Suggestion sollen dabei nachts per Hörspiel die Zahlenreihen im Hirn abgespeichert werden. Ob’s tatsächlich hilft? Einen Versuch könnte es Wert sein!

 

  • Noch ein paar nette 1×1-Spiele

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