Spiele-Apps bergen Gefahren für Kinder – 5 Tipps

Kinder und Jugendliche zocken gerne piele-Apps - Zwei Jungen mit Smartphone auf der Couch

Spiele-Apps auf dem Handy sind beliebt. Und das nicht nur bei Erwachsenen. Viele Jugendliche und Kinder zocken täglich über das Smartphone ein Spiel. Laut der KIM Studie 2016 interessiert sich jedes dritte Kind sehr für die Spiele-Apps. Rund die Hälfe aller Kinder unter 13 Jahren besitzt bereits ein eigenes Smartphone. Bis zu 600.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland können als süchtig eingestuft werden.

Spiele-Apps versprechen kostenlosen Spaß

Die Spiele-Apps versprechen Spaß und Spannung und zwar völlig kostenlos. Jedenfalls zunächst. Denn die meisten Spiele-Apps ziehen den Spielern das Geld erst aus der Tasche, wenn sie richtig angefangen haben zu zocken. Das passiert meistens nach den ersten Spielrunden. Dann benötigt ein Spieler plötzlich virtuelles Geld, um weiterzukommen, und das muss gekauft werden.

Jugendliche unterschätzen Gefahren von Online-Spielen

Viele Jugendliche nutzen diese Funktionen und kaufen sich weitere Levels oder Möglichkeiten hinzu, ohne über die finanziellen Folgen nachzudenken. Das sind aber nicht die einzigen Gefahren.

Die Altersbeschränkung, die bei Spiele-Apps angegeben wird, hindert junge Spieler nicht daran, sich mit falschen Altersangaben anzumelden. Hinzu kommt, dass die Apps Daten auf dem Handy abgreifen und die meisten Chats bei Online-Spielen nicht überwacht oder moderiert werden. Viele Online Casinos, die mit einer mobilen App ausgestattet sind, verfügen über mobile Webseiten. Ein Download ist nicht notwendig. Jeder hat freien Zugriff auf die Spiele, zum großen Teil auch ohne Anmeldung.

Vernüftiger Umgang mit Spiele-Apps – Das können Eltern tun

  1. Natürlich können Eltern ihren Kindern das Spielen nicht komplett verbieten. Das würde nichts bringen und sorgt nur dafür, dass die Games heimlich gespielt werden. Mit Gesprächen und Aufklärung kommen Eltern da eher weiter.
  2. Zudem sollten Eltern das Spiel, dass ihr Kind zocken möchte, im Vorfeld selbst ausprobieren. So lässt sich ein Überblick über die Inhalte und Fallen der App verschaffen.
  3. Weiterhin ist es möglich, auf dem Smartphone ein Passwort für den App-Store zu setzen. Damit können die Kinder im App-Store keine Apps kaufen, oder während eines laufenden Spiels etwas bezahlen. Noch besser ist es, eine Kindersicherung zu installieren. Damit werden altersgerechte Apps erst gar nicht angezeigt.
  4. Um das Smartphone der Jugendlichen und Kinder gegen Datenmissbrauch zu schützen, sollten die Spiele-Apps zudem nur offline und ohne Internetverbindung gezockt werden.
  5. Eltern sollten zudem die Bewertungen und Empfehlungen von seriösen Portalen durchforsten. Die Medienpädagogen von Media Literacy Lab haben zum Beispiel zahlreiche Apps für Kinder nach einem festgelegten Kriterienkatalog überprüft und in einem Wiki eine Liste von seriösen App-Empfehlungen für Kinder erstellt.

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