Waldorfschule Kosten, Schulgeld, Organisation

mädchen mit Orangen und Mandarinen rechnen Waldorfschule Kosten

Organisation und Finanzierung

In Deutschland gibt es rund 250 Freie Waldorfschulen bzw. Rudolf-Steiner-Schulen und an die 600 Waldorfkindergärten. Die Schulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen (www.waldorfschule.de), die Kindergärten zur Vereinigung der Waldorfkindergärten (www.waldorfkindergarten.de).

Waldorfschulen sind in Deutschland in der Regel staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Als solche erhalten sie wie alle anderen Privatschulen staatliche Zuschüsse, die allerdings für den Schulbetrieb bei weitem nicht ausreichen. Aus diesem Grund hat der Bund der Freien Waldorfschulen eine Stiftung ins Leben gerufen, deren Zweck die finanzielle Förderung der Waldorfpädagogik und der Waldorfschulbewegung in Deutschland ist. Aus diesem Topf werden unter anderem die Lehrerausbildung und die Waldorfschulen unterstützt.

Waldorfschule Kosten und Schulgeld

Doch auch mit diesen Mitteln sind die Kosten für den Schulbesuch noch lange nicht gedeckt. Darum zahlen die Eltern von Kindern an einer Waldorfschule oder Rudolf-Steiner-Schule zusätzlich ein monatliches Schulgeld, dessen Höhe sich an der wirtschaftlichen Situation der Familie orientiert.

Was kann also der Besuch einer Waldorfschule kosten? Im bundesweiten Durchschnitt liegt das Schulgeld bei rund 200 Euro pro Monat. Jedoch können die Kosten für den Schulbesuch je nach Region und Schule teilweise erheblich davon abweichen.

Es ist ein erklärtes Ziel der Waldorfschule, kein Kind aus finanziellen Gründen nicht aufzunehmen. Um das ermöglichen zu können, bilden alle Teile einer Waldorfschule – also Familien, Geschäftsführung und Lehrer – Solidargemeinschaften, die zwar an jeder Schule etwas anders ausgestaltet sind, sich aber immer darum bemühen, die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Familien auszugleichen. So versuchen Waldorfschulen, das Konzept “Schule für alle” zu erfüllen. Vereinfacht gesagt, zahlt jede Familie das, was sie sich an monatlichen Kosten für den Schulbesuch ihres Kindes leisten kann.

Im Wesentlichen werden an Waldorfschulen zwei Modelle praktiziert: Entweder zahlen die Eltern einen festen Beitrag, der auf Antrag wegen finanzieller Engpässe der Familie ermäßigt werden kann; oder alle Eltern an der Schule zahlen einen einkommensabhängigen Beitrag, der in jedem Einzelfall individuell vereinbart wird.

Siehe auch:

Alltag in Waldorfschule und Waldorfkindergarten

Waldorfschule – Schulabschluss

Welche Schule ist die richtige für mein Kind?

 

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