Gesundes Lernen: Tipps für Schule und Schreibtisch

Gesundes Lernen macht Spaß - zwei Jungen mit Globus und Büchern schauen glücklich

Lernen kann Spaß machen, ist notwendig und Alltag eines jeden Schulkindes. Aber lernen strengt auch an: Meist ist langes Sitzen damit verbunden, der Kopf arbeitet auf Hochtouren, während der kindliche Körper seinem natürlichen Bewegungsdrang kaum nachkommen darf. Das schlaucht auf die Dauer. Damit der Fleiß nicht zu Lasten der (seelischen und körperlichen) Gesundheit geht, sollten Eltern ein paar wichtige Punkte beim Thema Hausaufgaben erledigen und für die Schule lernen beachten. Diese Tipps von Pausen über eine wertvolle Brotzeit bis hin zur Ergonomie bilden die Basis für gesundes Lernen.

Pausen beim Lernen – aber richtig

Das menschliche Gehirn kann sich nicht ununterbrochen mit gleichbleibender Intensität konzentrieren. Um einer Erschöpfung vorzubeugen und effiziente Lerneinheiten zu ermöglichen, sollte spätestens nach 60 bis 90 Minuten lernen eine Pause eingelegt werden. Für Grundschüler wird es bereits nach 45 Minuten oder noch früher anstrengend und die Konzentration geht langsam flöten.

Ein Spaziergang von 20 Minuten an der frischen Luft wäre ideal, um die Sauerstoffzufuhr zu optimieren und sowohl Hirn als auch Augen Abwechslung zu bieten. Wenn das nicht möglich ist, sollten während der Pause zumindest die Räume gut durchgelüftet werden, um für ausreichend frische Luft zu sorgen.

Gesund sitzen am ergonomischen Arbeitsplatz

Der ideale Arbeitsplatz zu Hause ist nicht nur ruhig und ermöglicht dadurch konzentriertes Lernen ohne störende Ablenkung oder krankmachenden Lärm. Er sollte auch bequem und komfortabel und ergonomisch perfekt auf den Körper des Kindes zugeschnitten sein. Grundsätzlich gelten dieselben Faustregeln für die Höhe der Arbeitsfläche wie beim Erwachsenen. Sowohl Knie als auch Ellbogen sollten beim Sitzen am Schreibtisch einen Winkel von mindestens 90 Grad beschreiben, besser noch etwas größer.

Da Kinder kontinuierlich wachsen, sollte auch ihr Arbeitsplatz regelmäßig an die aktuelle Körpergröße angepasst werden. Einfach geht das zum Beispiel durch höhenverstellbare Bürostühle und/oder höhenverstellbare Schreibtische. Welche Arbeitsplattenhöhe für welche Körpergröße optimal ist, verrät dieser Tischhöhenrechner.

Orthopäden empfehlen beim Lesen und Schreiben eine Neigung der Arbeitsfläche von mindestens 16 Grad, damit Ihr Kind möglichst mit geradem Rücken sitzen kann. Bei einer flachen Tischplatte muss es sich zum Lesen und Schreiben sehr weit über den Tisch beugen, sodass sich schnell Kopfschmerzen oder Verspannungen der Schulter und Nackenmuskulatur einstellen.

Rückenfreundliche Schulranzen

Von der Schule an den Schreibtisch und wieder zurück: Zum Lernen wird einiges an Material benötigt, das im Idealfall rückenfreundlich transportiert wird. Um das zu gewährleisten, ist ein ergonomisch geformter Schulranzen beziehungsweise Rucksack erforderlich. Die Gewichtsverteilung erfolgt entlang der Wirbelsäule seitengleich und der Schwerpunkt befindet sich möglichst nah am Körper.

Ein Hüftgurt darf beim Rucksack nicht fehlen. Die Polster sollten über die Mitte der Hüftknochen verlaufen. Auch Kompressionsriemen zum Verdichten sind von Vorteil, weil sie der Hebelwirkung entgegenwirken, die den Rücken belastet. Empfehlenswert sind Modelle mit Brustgurt, weil dieses Extra die Position des Schulranzens optimiert und das Verrutschen der Schultergurte verhindert.

Besonders rückenfreundlich sind Schulranzen mit Rückenlängen-Verstellsystem, weil sich hiermit die Rückenlänge der aktuellen Körpergröße des Kindes anpassen und dadurch der Tragekomfort maximieren lässt. Scheuerstellen an Armen, Hals und Rücken, die ansonsten durch standardisierte Maße hervorgerufen werden, lassen sich über die perfekte Einstellung vermeiden. Einen Überblick über aktuelle Schulranzenmodelle, Tipps und Testberichte bietet das Verbraucherportal rucksack.net.

Wasser, Wasser, Wasser: viel trinken

Wasser ist unverzichtbar für die einwandfreie Funktionsweise des menschlichen Körpers. Mangelt es an Flüssigkeit, gerät der Stoffwechsel ins Stocken und wichtige Vitalstoffen werden nicht mehr schnell genug transportiert. Die Folge sind eingeschränkte Körperfunktionen, was auch die Gehirnleistung betrifft. Für konzentriertes Lernen ist es daher entscheidend, dem Organismus genügend Wasser zu spenden. „Jugendliche und Erwachsene sollten täglich 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, Kindergarten- und Grundschulkinder je nach Alter etwa 0,7 bis 1 Liter“, so die Empfehlung der Gesundheitskasse AOK. Trinkflasche oder Trinkglas sollten beim Lernen immer griffbereit sein.

Ratsam sind Wasser und ungesüßter Tee. Wenn es eine Fruchtsaftschorle sein muss, dann mindestens zwei Drittel Wasser und höchstens ein Drittel Saft. Süße Softdrinks wie Limonade oder Cola sind nicht geeignet.

Gesunde Brotzeit, gesundes Lernen

Die Leistungsfähigkeit des Gehirns hängt maßgeblich von der Ernährung ab. Wird es nur unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, drohen Konzentrationsschwächen und Leistungseinbußen. Auf den Teller sollten Vollkornprodukte, Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und Eiweiß landen. Während die langkettigen Kohlenhydrate in Vollkornprodukten den Blutzuckerspiegel konstant halten und das Gehirn langfristig mit Energie versorgen, fördern ungesättigte Fettsäuren die Merkfähigkeit.

Für den Energiekick zwischendurch beim Lernen eignen sich zum Beispiel Karotten, Paprika,Quarkdips, Obst oder Nüsse.

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