Musikalische Früherziehung für Kleinkinder

Musikalische Früherziehung zwei Kinder am Klavier

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum – das hat schon der Philosoph Friedrich Nietzsche festgestellt. Doch Musik schenkt nicht nur Freude und Entspannung. Sie fördert gezielt die Entwicklung eines Kindes. Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, die musikalische Früherziehung für Kleinkinder zu beginnen und welche Möglichkeiten haben Eltern?

Die musikalische Früherziehung für Kleinkinder beginnt schon im Mutterleib. Experimente haben gezeigt, das Ungeborene auf Klänge reagieren und diese nach der Geburt wiedererkennen. Die Kleinen gewöhnen sich automatisch an die Musik, wenn Eltern Ihnen Lieder vorsingen, die Spieluhr anstellen und später gemeinsam Kinderlieder singen.

Auf diese Weise lernt das Kind, sich rhythmisch zu bewegen, Dinge besser im Gedächtnis zu behalten und vor allem lernt es schneller und leichter sprechen. Außerdem baut Musik Spannungen ab.

Je kleiner ein Kind ist, desto mehr Aufforderung zur Bewegung sollte in der Musik enthalten sein. Ist mit den Klängen ein Rhythmus verbunden, beginnt das Kind automatisch, dazu zu krabbeln und später auch zu laufen. Dadurch werden motorische Fähigkeiten gezielt gefördert. Denn bis zum fünften Lebensjahr sind motorische, sprachliche und musikalische Entwicklung eng aneinander gekoppelt.

Musikalische Erziehung fördert ganzheitliche Entwicklung

Die musikalische Erziehung kann bereits im Alter von einem Jahr starten. Die Kleinen nähern sich spielerisch Rhythmus und Melodie an und praktizieren gemeinsam intuitiv. Dabei lernen sie automatisch, sich in die Gruppe einzufügen und genau zuzuhören. Gleichzeitig wird Geborgenheit erfahren. Alles Faktoren, die Entwicklung sozialer Kompetenzen und der Persönlichkeit fördern.

Ab dem Kindergartenalter können neben der Bewegungsaufforderung auch Instrumente in die musikalische Früherziehung für Kleinkinder eingebunden werden. Mit Perkussionsinstrumenten und weiteren Klangerzeugern werden Spiel, Kreativität und Musik vereint, was eine ganzheitliche Entwicklung fördert.

Sind Eigeninitiative und Selbstbewusstsein erst einmal auf diese Weise gestärkt, bieten sich ab vier Jahren Kurse zur instrumentalen Frühförderung an. Kinder können die einzelnen Musikinstrumente ausprobieren und finden meist selbst Gefallen daran, eines zu erlernen.

Wer ein Instrument spielt, ist besser in der Schule

Weitergeführt wird diese Herangehensweise an die Musik später in den allgemeinbildenden Schulen. Wer dann bereits ein Instrument spielt, hat laut Studienlage die Nase vorne. Ein Langzeitprojekt aus Kanada hat gezeigt, dass nicht nur die soziale Kompetenz von musizierenden Kindern besser ist, sondern auch die Noten in Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen.

Kinder können mit dem Instrumentalunterricht ab dem vierten Lebensjahr beginnen. Allerdings sollte nicht unbedingt ein Instrument ausgewählt werden, das extrem viel feinmotorische Koordination erfordert. Ideal ist neben der Flöte das Klavier, verbunden mit einem Unterricht an einer Musikschule. Denn dort werden die notwendigen Grundlagen vermittelt und so einfacher die korrekten Töne zu treffen, was Erfolge schnell sichtbar macht und motiviert.

Ideale Kombination: Musikalische Früherziehung und Klavierunterricht

Die Vorteile der musikalischen Früherziehung liegen auf der Hand. Eltern können daher gar nicht früh genug damit beginnen, ihre Kinder selbst zu fördern und nach geeigneten Kursen an einer Musikschule Ausschau zu halten.

Eine musikalische Erziehung ist ebenfalls in Form von Klavierunterricht für Kinder möglich. Entscheidend ist dabei die Auswahl der geeigneten Lehrkraft. Denn die sollte mit den spezifischen Ansprüchen der Altersgruppe vertraut sein und einen Unterrichtsstil pflegen, der optimal fördert und spielerisch an die faszinierende Welt der Musik heranführt. Das geht nicht nur in der Musikschule, denn Klavierunterricht lässt sich auch online durchführen, was immer beliebter wird.

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