Das hilft bei einem Blackout

Junges Mädchen hat ein Blackout und schlägt sich beim Lernen an die Stirn

Er rollt heran wie eine Welle, die sein Opfer mit sich fortreißt, Flucht unmöglich. Hat ein Blackout den Kopf erst einmal leergespült, folgt als Stressreaktion eine heftige Angstattacke. Der Puls beginnt zu rasen, die Muskulatur spannt sich an, der ganze Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt. Die Folge: Nichts geht mehr. Zwar kommt ein vollständiger Blackout oder Aussetzer deutlich seltener vor, als ihm nachgesagt wird. Aber für Prüflinge oder Referenten kann er ein kleines persönliches Desaster bedeuten. Doch kein Grund zur Kapitulation! Es gibt Strategien, mit denen sich der Blackout im Falle des Falles wirksam bekämpfen lässt.

Möglichst früh beginnende Anspannung abbauen

An sich ist so ein Blackout immer selbst gemacht oder, um noch deutlicher zu werden: selbst verschuldet. Was sich im ersten Moment nicht gerade tröstlich anhört, ist es in Wahrheit aber sehr. Wir beschwören den Totalausfall durch übergroße Nervosität vor oder zu Beginn einer Prüfung herauf, denn durch zu große Anspannung kann die Übertragung von Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn kurzzeitig aussetzen.

Das bedeutet aber auch: Ein Blackout kann uns nicht plötzlich aus dem Nichts überrollen. Wer also die Zeichen seiner eigenen Nervosität früh genug erkennt und gelernt hat, die langsam ansteigende Anspannung erfolgreich zu bekämpfen, etwa durch bestimmte Entspannungs- oder Atemtechniken, macht dem Blackout quasi im Vorhinein den Garaus. Wer früh auf beginnende Nervosität reagiert, lässt dem Blackout keine Chance!

Tipps gegen einen Blackout:

1. Gedankenkarussell anhalten

Zunächst einmal muss das negative Gedankenkarussell angehalten werden. Denn wer immerfort sein Mantra wiederholt: “So schaffe ich das nie!”, wird es auch tatsächlich niemals schaffen. Also: Kurz Zeit nehmen zum tief Durchatmen und – klingt einfach, ist aber die größte Hürde – think positive!

2. Formel und Fachbegriffe first!

In einer schriftlichen Prüfung kann die Gefahr für die Panik vor Nichtwissen wirksam geschwächt werden, indem man dem Blackout zuvorkommt. Das heißt, der Schüler beginnt erst gar nicht, die Aufgabenstellung auf dem Prüfungsbogen zu lesen. Stattdessen schreibt er gleich zu Beginn an den Rand oder die Rückseite wichtige Formeln, Fachbegriffe, kurze Eselsbrücken oder zuvor einstudierte Buchstabenkombinationen zum Prüfungsinhalt. Erst dann widmet er sich den Prüfungsfragen. Denn wer sich auf diese Art wichtiges Wissen bereits jederzeit abrufbar abgelegt hat, wird nicht so schnell in Panik verfallen. Vielmehr fühlt sich der Schüler auf der sicheren Seite und kann sich entspannt die Fragen durchlesen.

3. Kurze Ablenkung

Wenn alles nichts geholfen hat und der Kopf vom Blackout tatsächlich wie leer geblasen ist, hilft nur noch eins: Ablenkung. Eine kurzzeitige Beschäftigung mit etwas ganz anderem bringt mehr als ein stetiges Wiederholen der Aufgabenstellung. In schriftlichen Prüfungen kann diese Übersprungshandlung etwa das Spitzen des Bleistifts, der Biss in einen Apfel oder der Blick aus dem Fenster sein.

4. Zeit gewinnen

In mündlichen Prüfungen verschafft ein Schluck Wasser, eine Wiederholung der Frage oder eine Nachfrage zur Aufgabenstellung zumindest etwas Zeit. Gleichzeitig wirkt dieses Verhalten auf den Prüfling selbst ebenfalls ablenkend. Indem er oder sie sich mit der Formulierung der Worte beschäftigt, wird das Gedankenkarussell “ich kann es nicht!” angehalten und verschafft somit Freiräume für prüfungsrelevante Gedanken.

Literaturtipps

Zwei klasse Helfer gegen Blackout für Schüler:

  1. Soforthilfe bei Nervosität, Black out & Co.
  2. Lern-Trainer zum Abbau von Stress und Nervosität (ab 11 Jahre)

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