Musik, eine Bereicherung fürs Leben

Musikunterricht für Kinder Junge liegt auf Noten mit Querflöte

Musikunterricht gehört für viele Eltern ganz selbstverständlich zu einer guten Bildung ihrer Kinder dazu. Nicht ohne Grund. Denn wer bereits in jungen Jahren einen Zugang zur Musik bekommen hat, genießt fürs ganze Leben eine große Bereicherung. Doch in welchem Alter ist Instrumentalunterricht sinnvoll? Wie kann der Einstieg von Kindern in die Welt der Musik aussehen und was sind die beliebtesten Instrumente?

“Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum”. Dieser Satz ist von dem Philosophen Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) überliefert. Auch wenn man dieser Absolutheit nicht unbedingt zustimmen muss, so ist dennoch klar festzustellen, dass Musik eine große Bereicherung fürs Leben darstellt. Sie eröffnet eine ganze Welt.

Zugang zur Musik schon in der Kindheit

Diese Welt wird am besten bereits in der Kindheit betreten. Dann nämlich, wenn Geist, Seele und Körper noch in einem rasanten Tempo Neues erfassen und lernen.

Denn am intensivsten erleben wir die Welt der Musik, wenn wir sie nicht nur passiv hören, sondern auch aktiv produzieren, also beim selbst Musizieren. Ob wir mit einem Musikinstrument oder mit der eigenen Stimme musizieren, spielt dabei zunächst einmal keine Rolle.

Welches Instrument für den Anfang?

Die meisten Musikschulen bieten die weit verbreiteten Instrumente Flöten, Gitarre, Klavier und Streichinstrumente an. Jedes Instrument führt auf seine Weise in die Welt der Musik.

Das beliebteste Musikinstrument für Anfänger, besonders Kinder, ist die Blockflöte. Sie ist verhältnismäßig einfach zu spielen. Relativ schnell erlebt das Kind (oder der Erwachsene) erste Erfolgserlebnisse und kann kleine Melodien pfeifen.

Musikbegeisterte Kinder können schon ab etwa drei/vier Jahren mit dem Erlernen der Blockflöte beginnen. Besonders bei den Kleinen steigen  Motivation und Freude, wenn sie in kleinen Gruppen damit anfangen. Das klassische Einstiegsalter für Blockflöte liegt bei etwa fünf Jahren.

Aber nicht jedes Kind mag Flöten. Das muss auch gar nicht sein. Ein Zugang zur Musik lässt sich auf verschiedensten Wegen und jedem Musikinstrument finden.

Auch das Klavier ist ein klassisches Einstiegsinstrument. Allerdings spielen bei der Entscheidung dafür die Anschaffungskosten für das Instrument mit hinein. Existiert schon ein Klavier im Haus, so ist gegen Klavierunterricht auch von relativ jungen Kindern nichts zu sagen.

Gerade auch sehr anspruchsvolle Instrumente – wie beispielsweise die Geige – werden gerne als erste Musikinstrumente für kleine Kinder gewählt. Zwar liegt das allgemein empfohlene Alter für Geigenunterricht bei etwa sechs Jahren. Aber es gibt auch schon Vierjährige, die Violine spielen.  

Viele Musiklehrer und Musikschulen bieten musikalische Früherziehung an. Das pädagogische Angebot richtet sich an Kinder ab einem Alter von vier Jahren und versteht sich als Vorbereitung für späteren Musik- oder Gesangsunterricht.

Bei der musikalischen Früherziehung erleben die Kinder einen spielerischen Zugang zur rhythmisierten Bewegung, zum Singen, Sprechen und zur Musik. Oft wird hier mit Orff-Instrumenten wie Handtrommeln, Schellen oder Rasseln und anderen Schlag- und Rhythmusinstrumenten gearbeitet.

Die Gitarre ist das Lieblingsinstrument der Deutschen. Ein Junge spielt konzentriert Gitarre.
Die Gitarre ist das Lieblingsinstrument der Deutschen.

Die Gitarre – Lieblingsinstrument der Deutschen

Das beliebteste Instrument der Deutschen ist die Gitarre. Nach einer Umfrage von musikmedia spielen rund 16 Prozent der Musizierenden das Saiteninstrument, da damit den ersten Platz der Beliebtheitsskala belegt.

Kein Wunder, die Gitarre ist ein besonders vielseitiges Instrument. Sowohl klassische Musikliteratur als auch lateinamerikanische Stücke, Jazz, Volksmusik oder Rock- und Popmusik lassen sich mit der Gitarre spielen.

Sie eignet sich als Solo- und Kammermusikinstrument und ist der hervorragende Begleiter für Gesang. Dabei ist sie leicht und mobil und schnell an jedem Lagerfeuerabend zur Hand. 

Geschlechtsspezifisch nehmen Männer häufiger als Frauen Gitarrenunterricht. Das zweitbeliebteste Instrument in Deutschland ist übrigens die Blockflöte, gefolgt vom Klavier. 

Nicht nur in der Pandemie: Musikunterricht online

Wann und wo du willst und mit wem du willst, keine Anfahrtswege, sondern nur Smartphone oder Tablet und einen Internetanschluss: Die Vorteile von Gesangs- und Instrumentalunterricht online liegen auf der Hand. Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist der virtuelle Musikunterricht immer beliebter.

Die Digitalisierung ist auch in diesem Bereich auf dem Vormarsch. Immer mehr Musikschulen bieten mittlerweile auch teilweise oder kompletten Umstieg auf Online-Unterricht an.

Allerdings hat der Online-Musikunterricht auch seine Grenzen. Wie in so vielen Bereichen geht wohl nichts über das tatsächliche Beisammensein von Lehrer und Schüler.

Gerade beim Musizieren sind der Augenkontakt und andere Formen der nonverbalen Kommunikation von großer Bedeutung. Zudem lässt die Tonqualität bei der Online-Übertragung von Live-Musik (noch) zu wünschen übrig. 

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