Schule: Ohne Motivation geht gar nichts

Motivation Kind beim Klettern

Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg – und das nicht nur, aber ganz besonders auch in der Schule – ist die Motivation. Sie gilt es zu erhalten und zu pflegen. Experten unterscheiden zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Was aber heißt das genau? Und was lässt sich daraus nun für  Schulkinder ableiten?

Sie begegnen uns jetzt wieder allerorten, die Erstklässler mit ihren neuen Schulranzen. Stolz wie Bolle erzählen sie jedem, der es hören will:”Ich bin schon in der Schule!” Aber, wie wird es wohl in einem Jahr sein? Sind unsere (Ein)Schulkinder dann immer noch darauf stolz, endlich zur großen Schar der Schulkinder zu gehören? Oder ist bis dahin die Bereitschaft aufzupassen, still zu sitzen und zu lernen gegen Null gesunken? Natürlich hoffen wir nur das Beste, dennoch ist es sinnvoll, die Motivation, die Lust auf Schule und Lernen, von Anfang an im Blick zu haben. Denn sie ist der wichtigste Schlüssel zum Erfolg. Es ist ratsam, sich etwas mit Motivationskonzepten auszukennen. Denn wenn die Motivation stimmt, dann bleibt der Spaß erhalten, und Leistungen sowie gute Noten kommen von ganz allein.

Intrinsische Motivation, extrinsische Motivation

Es gilt allgemein als Motivation, wenn jemand den inneren Antrieb besitzt oder aber die äußere Anregung erfährt, eine spezifische Handlung zu unternehmen. Es sind im Groben also zwei mögliche Quellen, die uns dazu veranlassen, etwas zu tun, eine innere und eine äußere. In der Fachwelt wird die Motivation entsprechend ihrer Quelle in intrinsische und extrinsische Motivation unterteilt.

Motivation, dieser Begriff ist die Ableitung des lateinischen Verbes “movere” und besagt nichts anderes als “sich in Bewegung setzen”. Wer also motivierend agieren will, muss durch sich selbst oder andere “auf die Sprünge” gebracht werden. Wobei für den Lerneffekt von Kindern an Schulen deutlich wertvoller zu bewerten ist, wenn der innere Antrieb hinter allem steht, die Tätigkeit oder das Lernen also intrinsisch motiviert ist. Letztere steht für ein Lernen oder auch Arbeiten aus dem eigenen, dem inneren Antrieb heraus. Die intrinsische Motivationshandlung stellt die persönliche Befriedigung in den Fokus, je interessanter, herausfordernde under und/oder spannender ein Thema individuell erscheint, umso größer ist die intrinsische Motivation. Sie dient nicht der Bewunderung von außen, sondern orientiert sich eher an der hohen Beteiligung an Entscheidungsprozessen oder Erweiterung von Kompetenzen.

Die extrinsische Motivation hingegen besteht aus Lern- und Arbeitsanreizen, die positive Folgen nach sich ziehen bzw. negative Folgen vermeiden kann. Eine materielle Anerkennung wie Geld oder soziale Anerkennung durch das persönliche Umfeld gelten dabei als besonders häufig. Das seit Jahrzehnten bei Grundschulpädagogen beliebte Vergeben und Sammeln von Sternchen oder Fleißbildchen ist ein Beispiel für eine extrinsische Motivation.

Beide Motivationskonzepte, das intrinsische und das extrinsische, sind miteinander verwoben und können nicht gänzlich voneinander getrennt betrachtet werden. Durch geeignete extrinsische Ansätze lässt sicher durchaus die intrinsische Motivation fördern und entwickeln. Dies sollte auch bei Schulkindern das Ziel sein, wenn sie mal einen Durchhänger haben.

Motivierende Gespräche und Anerkennungen

Nun bedeutet die Einschulung im Leben unserer Kinder eine enorme Lebensumstellung, die es gilt, gut zu meistern. Spätestens, wenn die ersten schlechten Noten nach Hause kommen, zieht jedoch bei den meisten die intrinsische Motivation von dannen. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl lässt sich diese aber von außen – etwa durch die Eltern – auch wieder aufbauen und stärken. Statt die vielleicht schlechten Noten wortreich zu kommentieren, ist ein Gespräch über das bereits Erlernte die sinnvollere und bessere Alternative, um den Spaß am Lernen zu erhalten oder erneut zu wecken. Auch sollte vor allem der geleistete Einsatz, das Engagement und die Lernbereitschaft, weniger jedoch die erreichten (Miss-)Erfolge, im Mittelpunkt der aufbauenden Gespräche bzw. der kleinen Belohnungen (z.B. Eisdielenbesuch, gemeinsames Spielen, Lieblingsessen etc.) stehen.

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Beitrag in Mitarbeit von Jasmin Schmidt, Redakteurin bei overnightprints.de.

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