Die Entscheidung für eine Hochschule ist wegweisend, denn die Qualität des Studiums hängt davon ab. Obwohl es für jedes Berufsbild Vorgaben bei den Lehrplänen gibt, ist nicht jedes Studium gleich. Aber was sind wichtige Merkmale einer guten Hochschule und was sollten Studierende im Vorfeld prüfen? Und was bilden Hochschulrankings überhaupt ab?
Wer studiert, investiert Zeit und Geld. Um einen möglichst hohen Return of Invest zu erzielen, sollte man sich die Hochschule genau aussuchen. Nur weil ein Institut zufällig in der eigenen Heimatstadt liegt, muss man dort nicht studieren. Die Bewertungen anderer Studierender und Rankings sollten in diese wichtige Entscheidung mit einfließen.
Oft liegen Hochschulen nicht bei allen Studiengängen im Vergleich gleichermaßen vorne. Es gibt Häuser, in denen bestimmte Fächer herausragend gut gelehrt werden, während andere Fächer eher im Mittelmaß liegen. Jedoch gibt es auch Gesamtrankings, die zum einen die Hochschule, die gelehrten Fächer und die Zentralorgane der Einrichtung sowie ihr Umfeld wie die Wohnsituation in der jeweiligen Stadt berücksichtigen.
Beispielsweise werden die Hochschulen in Albstadt-Sigmaringen, Reutlingen, Pforzheim oder Chemnitz in der Regel gut bewertet. Auch Aalen, Münster, Regensburg und Stuttgart sind beliebt. Auffallend ist: Hochschulen, die in Gesamtrankings oft auf einem der vorderen Plätze landen, sind nicht unbedingt in den großen Städten der Republik angesiedelt. So schneidet beispielsweise die Hochschule Furtwangen oft gut ab, weil Studierende dort von einem praxisnah aufgebauten Studium profitieren können, weshalb die Adresse auch bei Arbeitgebern einen guten Ruf hat. Damit wiegt ein erfolgreich bestandener Abschluss von einer renommierten und positiv bewerteten Hochschule natürlich mehr als der einer weniger beliebten Einrichtung.
Entscheidung zwischen staatlicher Hochschule und privater Hochschule
Eine weitere Entscheidung bei der Wahl der Hochschule ist die Finanzierung. Um beim Beispiel der Hochschule Furtwangen zu bleiben: Sie ist eine öffentlich-rechtliche Hochschule. Das ist wichtig zu wissen, denn solche Lehreinrichtungen erheben keine Studiengebühren, sondern lediglich Semesterbeiträge. Für den Lebensunterhalt können Studierende BAföG beantragen oder Stipendien und Studienkredite in Anspruch nehmen.
An privaten Hochschulen hingegen kann das Studium schnell kostenintensiv werden. Hier müssen Studierende die Kosten für ihr Studium selbst tragen, weil es keine staatliche Finanzierung für die Hochschule gibt. Dieses Geld hat nicht jeder und eine Verschuldung zu Studienzeiten ist nicht jedem jungen Menschen zu empfehlen.
Checkliste mit eigenen Ansprüchen
Vor der endgültigen Entscheidung lohnt sich eine Bestandsaufnahme zu den eigenen Prioritäten. Zählen Faktoren wie kurze Wege und klar strukturierte Studienpläne mehr oder geht es im eigenen Studium eher um möglichst viel Praxis? Hier gibt es keine allgemeinen Aussagen, sodass sich eine persönliche Liste lohnt. Dadurch kann man Angebote gut miteinander vergleichen und vermeidet emotionale Entscheidungen.
Wichtige Fragen betreffen außerdem Faktoren wie die Studienorganisation und Prüfungsformen. Außerdem sollten moderne Hochschulen heute bereits auf digitale Lehrmethoden setzen, denn eingestaubtes Lernen bringt Studierende nicht weiter.
Praxisnähe im Studium berücksichtigen
Ein praxisnahes Studium erleichtert den Berufseinstieg deutlich. Projekte mit Unternehmen und Praxissemester sowie anwendungsorientierte Abschlussarbeiten sorgen dafür, dass Theorie nicht nur abstraktes Wissen bleibt. Viele Arbeitgeber achten mittlerweile darauf, ob Absolventen auch schon praktische Erfahrungen sammeln durften.
Die Modulpläne des Studiums verraten schnell, wie stark die Praxisorientierung ist. Hochschulen mit Kooperationen zu Unternehmen bieten hier klare Vorteile für Studierende.
Infos durch Alumni einholen
Eine der wichtigsten Informationsquellen sind ehemalige Studierende. Sie wissen, wie das Studium an der entsprechenden Hochschule abläuft und wie der Übergang in den Beruf funktioniert hat. Viele Hochschulen stellen Alumni-Netzwerke oder auch Erfahrungsberichte zur Verfügung. Ein Gespräch mit einem echten Alumni ist wertvoller als jede Hochglanzbroschüre. Wer noch ein bisschen Zeit hat, sollte sich außerdem Infoveranstaltungen und Tage der offenen Tür im Kalender merken.

